
Am 18. August 2010 fand der kantonale Parteitag der CVP Aargau in Möriken-Wildegg statt.
Nach der Eröffnung durch den Parteipräsidenten Franz Hollinger begrüsste das Bezirksvorstandsmitglied Josef Niederberger, in seiner Funktion als Gemeinderat von Möriken-Wildegg, die zahlreich erschienenen Parteimitglieder. Josef Niederberger verwies auf die Bedeutung von Möriken-Wildegg als geographischer Mittelpunkt des Kantons Aargau und deutete dies als einen der Gründe, weshalb so viele Parteimitglieder aus dem ganzen Kanton angereist waren.
Ein weiterer Grund für die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer dürfte die angekündigte Podiumsdiskussion zur Revision der Arbeitslosenversicherung, über die am 26. September 2010 an der Urne abgestimmt wird, sowie ein Referat zum Thema Energie gewesen sein.
Zur Podiumsdiskussion waren die Solothurner Nationalrätin Bea Heim (SP) sowie Nationalrat Markus Zemp (CVP), der selber aus dem Bezirk Lenzburg stammt, als Referenten eingeladen. Christine Hehli Hidber, Vizepräsidentin der Bezirkspartei, moderierte die Podiumsdiskussion und stellte die zur Abstimmung gelangende Vorlage vor. Nationalrat Markus Zemp präsentierte dann die Pro-Argumente und Nationalrätin Bea Heim legte in der Folge die Contra-Argumente dar. Nach Fragen an die beiden Referenten wurde die Diskussion für das Publikum geöffnet. Zahlreiche Wortmeldungen mit engagierten Voten gingen ein. Anschliessend sprachen sich die Parteimitglieder mit 60 Ja-Stimmen gegen 11 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen klar für die Vorlage aus.
Kurt Wiederkehr, CVP-Grossrat aus dem Bezirk Baden, hielt in der Folge ein interessantes Referat zum Thema Energie, bei dem er die komplexen Sachverhalte den Zuhörern auf leicht verständliche Art vermittelte.
Schliesslich verabschiedete Peter Voser als Fraktionspräsident der CVP Aargau Bernadette Favre-Bitter als langjähriges Parteileitungsmitglied der Kantonalpartei und würdigte ihren unermüdlichen Einsatz in der Politik, sowohl als ehemalige Grossrätin als auch als amtierende Frau Gemeindeamann der Gemeinde Wallbach. Als ihre Nachfolgerin war vorgängig vom Vorstand der CVP Aargau die Frickaler Grossrätin Regula Bachmann-Steiner in die Parteileitung gewählt worden.
Franz Hollinger verabschiedete die Parteimitglieder unter Hinweis auf anstehende Veranstaltungen und lud alle zu einem geselligen Apéro ein.
Die Schweiz hat Probleme, das ist wahr. Aber es kommt nicht darauf an, ob man Probleme hat, die hat jeder Mensch und jedes Land, sondern darauf, ob und wie man sie löst!
Die Schweiz ist ein ganz besonderes Land! Warum?
Wir haben grösstmögliche Freiheits- und Mitspracherechte. Dafür können und müssen wir uns aber auch mehr am politischen Tagesgeschehen beteiligen, sonst funktioniert es nicht.
Wir bestimmen selbst über unsere Steuern, wir achten aber auch darauf, dass das Geld nicht für Prestigeobjekte zum Fenster hinausgeworfen wird.
Unsere Finanzen und unsere Währung sind stabil. Mit der grossen Krise sind wir besser fertig geworden als andere Länder.
In unserem Land herrscht eine erstaunliche Vielfalt, 26 Kantone, bzw. Halbkantone, verschiedene Religionen und Sprachen, andere Kulturen des täglichen Lebens.
Wir haben eine enorme Fähigkeit Einwanderer zu integrieren und das über die Jahrhunderte hinweg, nahezu jeder Schweizer hat Wurzeln, die irgendwo im Ausland liegen.
Schweizer sein ist keine Frage des Blutes, sondern hängt damit zusammen, sich den ganz besonderen Bedingungen in diesem Land anzupassen.
Wir arbeiten mehr als in anderen Ländern und wir legen grössten Wert auf Fleiss, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen.
Wir haben eine Kultur des Konsenses und Kompromisses.
Wir machen nicht den grossen Wurf, wenn etwas verändert werden soll, aber was wir machen, hat Bestand.
Die Schweiz hat eine jahrhundertealte Geschichte, in der diese Fähigkeiten wieder und wieder dazu geführt haben, dass Probleme gelöst wurden.
Vielleicht ist das Schweizer Modell langweilig, aber es ist historische erfolgreich. Es gibt schliesslich nichts Wertvolleres als in einem friedlichen, freundlichen und funktionierenden Gemeinwesen zu leben.
Unsere Erfolge haben wir uns erarbeitet, deshalb haben wir den ersten August verdient und feiern ihn mit Recht!
Marianne Tribaldos